Mehr Geld für Forschung in Staat und Wirtschaft
This article in English
Für die Klimaforschung stehen 2008 nahezu 340 Millionen Euro zur Verfügung (Foto: European Community, 2007). Klicken
Sie hier für ein größeres Bild.
 |
Der Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für 2008 sieht eine Steigerung von knapp acht Prozent auf 9,187 Milliarden Euro vor - das ist ein Plus von rund 670 Millionen Euro. Aber nicht nur die Staatsausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) steigen. Eine Prognose des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft zeigt, dass auch die Wirtschaft ihre FuE-Investitionen stetig erhöht: in den letzten beiden Jahren um mehr als acht Prozent.
"Diese Zahlen sind sehr erfreulich", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan. "Ich bin zuversichtlich, dass es gelingen wird, den konjunkturellen Aufschwung für ein dauerhaftes Wachstum zu nutzen." Dies ist ein wesentlicher Schritt in Richtung auf das von den Mitgliedstaaten der EU verabredete Ziel, in Staat und Wirtschaft bis 2010 insgesamt drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung zu investieren.
Besonders profitieren werden von dem steigenden BMBF-Haushalt die Schwerpunktthemen Klima und Energie, deren Etats um rund 16 Prozent auf 336 Millionen Euro steigen. Diese Förderung soll vor allem der Klimaforschungsstrategie zugute kommen, die von der Bundesregierung kürzlich beschlossen wurde. Für die Lebenswissenschaften werden zusätzlich fast 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Hier stehen für das Ministerium die Gründung eines Nationalen Zentrums zur Bekämpfung von Demenzkrankheiten und die Pharmainitiative im Vordergrund.
|