Unternehmen nutzen verstärkt das Potenzial der Hochschulforschung
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Forschende Unternehmen haben erkannt, wie sinnvoll es ist, eng mit Hochschulen zu kooperieren. So hat zum Beispiel das Software-Unternehmen SAP drei "Campusbased Enineering Centers" an deutschen Hochschulen eingerichtet, unter anderem an der Technischen Universität Dresden (Foto: Technische Universität Dresden). Klicken Sie hier für ein größeres Bild.
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Deutsche Hochschulen und international tätige Großunternehmen arbeiten enger zusammen. Das gemeinsame Ziel ist dabei einerseits, den Transfer von Innovationen und Forschungsergebnissen zu fördern. Zugleich soll aber auch Grundlagenforschung auf eine solide finanzielle Basis gestellt werden, denn ohne sie können mittel- und langfristig keine neuartigen Produktideen und Dienstleistungen generiert werden. Vor diesem Hintergrund haben die Rheinisch- Westfälische Technische Hochschule Aachen und der Energie-Konzern E.ON AG gemeinsam ein energiewissenschaftliches Forschungsinstitut gegründet.
Die Partner wollen damit einen Beitrag zur Intensivierung der internationalen Forschung in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz leisten. Ein anderes Beispiel ist das Software-Unternehmen SAP. Es unterhält bereits zehn sogenannte "Campusbased Engineering Centers" - Forschungszentren, die in Hochschulen angesiedelt sind und so Grundlagenforschung und Anwendung dicht zusammenbringen.
Standorte in Deutschland sind Darmstadt, Dresden und Karlsruhe. An der Technischen Universität (TU) Dresden steht die Entwicklung neuer Modelle von Software-Verbundsystemen im Mittelpunkt der Kooperation mit SAP. Unter anderem sollen hier Beiträge zu konkreten Anwendungsfeldern geleistet werden, wie etwa in der Fertigungssteuerung und in Logistikketten, im Facility Management oder der Telematik.
Professor Dr. Alexander Schill, Lehrstuhlinhaber für Rechnernetze an der Fakultät Informatik der TU Dresden, ist von den positiven Effekten der Zusammenarbeit überzeugt: "Das innovative Kooperationsmodell verbindet für uns neuartige Anwendungsfelder mit interessanten grundlegenden Forschungsansätzen und ermöglicht dabei industrienahe Promotionsvorhaben und Konsortialprojekte im nationalen und europäischen Rahmen. Erste gemeinsame Projekte sind vor Ort bereits angelaufen. Außerdem konnte schon ein Promotionsvorhaben erfolgreich abgeschlossen werden, weitere sind bereits weit fortgeschritten."
Im langfristigen internationalen Vergleich liegen deutsche Unternehmen mit ihren Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) dennoch weit hinter anderen europäischen Ländern, in denen die Ausgaben für F&E kontinuierlich steigen. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine britische Studie.
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