Mehr ausländische Doktoranden durch Graduiertenschulen
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Nachdem der Anteil der ausländischen Doktoranden in Deutschland nach Auskunft des Statistischen Bundesamts in den letzten Jahren bereits leicht zugenommen hat (von 8,7 Prozent im Jahr 2002 auf 10 Prozent im Jahr 2003, dem letzten vorliegenden Wert) erhoffen sich die Organisatoren neuer Graduiertenprogramme einen weiteren Anstieg. Neben der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, in deren Rahmen Graduiertenschulen als ein Schwerpunkt gefördert werden, startet im Jahr 2006 auch eine neue Initiative aus der außeruniversitären Forschung: die Helmholtz-Kollegs. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Hochschulen bietet die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren (HGF) ein eigenes Programm für Doktoranden an, das in englischer Sprache durchgeführt werden soll. Angestrebt wird ein Ausländeranteil von circa 40 Prozent.
"Neben der wissenschaftlichen Ausbildung sollen die Teilnehmenden auch ein berufsqualifizierendes, persönlichkeitsbildendes Training erhalten", erklärt Dr. Bärbel Köster von der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft. Gefördert werden Dissertationsprojekte aus den Forschungsbereichen der HGF: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie oder Verkehr und Weltraum mit bis zu 300.000 Euro im Jahr.
"Ein Vorteil der Graduate Schools ist die Mehrfachbetreuung", konstatiert Bernhard Lippert von der Hochschulrektorenkonferenz, "Studierende aus dem Ausland fühlen sich hier in der Regel gut aufgehoben, weil sie dieses Modell vielfach von zu Hause kennen. Mehrfachbetreuung bedeutet zum einen weg von der Eins zu Eins-Promotion, bei der der Doktorand ganz auf seinen Doktorvater angewiesen ist. Zum anderen kommen die Betreuer in der Regel auch aus verschiedenen Schwerpunkten und sind dadurch insgesamt in der Lage, eine größere Bandbreite von Anregungen zu geben. Die Betreuung wird interdisziplinärer."
Gute Erfahrungen mit der Graduiertenbetreuung hat auch die Max-Planck-Gesellschaft in ihren International Schools gemacht. Hier liegt der Anteil der Doktoranden aus dem Ausland inzwischen bei 60 Prozent.
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