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Internationale Abschlüsse

Modularisierung des Lernstoffes und Credit Point System

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An den rund 110 Universitäten und 160 Fachhochschulen in Deutschland gibt es heute gut 1.000 Studiengänge mit den international kompatiblen Abschlüssen Bachelor und Master. Diese Zahl wurde in nur fünf Jahren, seit 1997, erreicht. Die gestuften Abschlüsse zunächst nach dem sechsten und nach dem neunten oder zehnten Semester finden sich, wenn auch unterschiedlich häufig, in allen Fächern. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll das zweiphasige Studium zur Regel werden.

"International" im engeren Sinne sind vorwiegend englischsprachige Lehrangebote ausgerichtet. Dazu zählen hauptsächlich solche Bachelor-Master-Studiengänge, in denen jeder zweite Studienplatz für Bewerber aus aller Welt reserviert ist. Charakteristisch sind die Modularisierung des Lernstoffes und die studienbegleitende Prüfung nach dem Credit Point System. Die bisherigen Erfolge sprechen für sich: Knapp 90 Prozent der Studierenden haben spätestens ein Semester nach der Regelstudienzeit ihr Examen bestanden. Die Abbrecherquote liegt bei nur zehn Prozent. Also keine Angst vor dem Studienplatz Deutschland, so lautet die Devise.

Besonders gefragt sind ausländische Studierende, die ihren Bachelor schon in der Heimat gemacht haben und sich zwischen Rhein und Oder weiterqualifizieren möchten. Zum Beispiel hat die Technische Hochschule Aachen den Master-Kurs "Electrical Power Engineering" bewusst auf Hochbegabte zugeschnitten. In einem speziellen Promotionsprogramm unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst ferner annähernd 30 Doktoranden-Kollegs, in denen mindestens jeder Dritte aus dem Ausland stammt.

Heute lernen 110.000 Auslandsstudenten in Deutschland. "Das sind, gemessen an unserer Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft, noch zu wenig", erklärt Professor Max Huber, der Beauftragte der Bundesregierung für das internationale Hochschulmarketing. In den nächsten fünf Jahren soll diese Zahl um die Hälfte steigen.

Hermann Horstkotte 26.06.2002
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