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Centers of Excellence in Deutschland

Humboldt-Ranking 2002 zeigt Präferenzen der Gastwissenschaftler

Eine Forschungseinrichtung, die viele Humboldtianer anzieht, muss zu den Centers of Excellence in Deutschland gehören. Seit Jahren nutzt die Humboldt-Stiftung deshalb ihr Datenmaterial, um die international attraktivsten Hochschulen in Deutschland zu küren. Das jüngste Ranking 2002 bietet wenig Überraschungen: Spitzenreiter bleiben die Universitäten in München und Berlin.

Es ist eine Abstimmung mit den Füßen, die das Humboldt-Ranking reflektiert. Ausgewertet wurde, an welchen Einrichtungen die 2925 Forschungsstipendiaten und Preisträger im Erhebungszeitraum von 1997 bis 2001 geforscht haben. Dabei wird ein ausgeprägtes Spitzenfeld deutlich: Rund die Hälfte der Humboldtianer beschränken sich mit mit ihren Forschungsvorhaben auf 20 Hochschulen. Die andere Hälfte verteilt sich auf 209 weitere Institutionen.

Die vordersten Plätze mit den meisten Gastwissenschaftlern nehmen die beiden Universitäten in München ein, gefolgt von der FU Berlin, der Universität Heidelberg und der Humboldt Universität Berlin (Tabelle 1). Das Bild ändert sich leicht, wenn beim Ranking die Zahl Gastwissenschaftler pro 100 Professoren gezählt wird, um auch die Größe der Hochschule zu berücksichtigen: In diesem Fall verdrängen die vergleichsweise kleinen Universitäten in Ulm, Bayreuth und Karlsruhe ihre größeren Konkurrenten. Unangefochten auf Platz eins bleibt jedoch auch beim gewichteten Ranking, die TU München, die Universität Heidelberg folgt auf Platz drei (Tabelle 2).

Im Pressearchiv der Humboldt-Stiftung finden Sie eine ausführlichere Version des Humboldt-Rankings 2002 mit den jeweiligen Top Ten der einzelnen Fachgebiete und einem detaillierten Methodikteil.
Besonders interessant ist die Betrachtung nach Fachgebieten. aufgrund der vergleichsweise geringen Zahlen ist die Gewichtung nach der Fachbereichsgröße in diesem Fall jedoch leider noch nicht möglich. Insbesondere bei den geförderten Ingenieur- und bei den Geisteswissenschaftlern lassen die geringen Quantitäten nur sehr vorsichtige Rückschlüsse zu. Akzente sind dennoch deutliche ablesbar.

In den Naturwissenschaften fällt der Spitzenplatz gleich zweimal an die Universität München (Biowissenschaften und Medizin), außerdem an die Universität Bielefeld (Mathematik), die Universität Frankfurt (Physik), die TU München (Chemie, Pharmazie) und die Universität Tübingen (Geowissenschaften). Auf dem Spitzenplatz für Ingenieurwissenschaftler stehen die TU Darmstadt (Mechanik, Thermodynamik, Optik), die erneut die TU München (Elektrotechnik, Nachrichtentechnik) und das Max Planck Institut für Metallforschung (Werkstoffwissenschaften). Spitzenreiter in den Geisteswissenschaften sind nochmals die Universität München (Rechtswissenschaften), die Universität Heidelberg (Philosophie) und gleich zwei mal die FU Berlin (Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaften, Germanistik und Geschichtswissenschaften).

Kosmos/kle 29.05.2002

Deutsche Hochschulen mit den meisten Humboldt-Gastwissenschaftlern* (Zeitraum 1997- bis 2001) in absoluten Zahlen

Rang Gastuniversitäten 1997-2001 "Spitzenreiter"Gesamtzahl Gastwiss.
1 Technische Universität München 116
2 Universität München 115
3 Freie Universität Berlin 112
4 Universität Heidelberg 95
5 Humboldt-Universität Berlin 85
6 Universität Bonn 82
7 Universität Tübingen 78
8 Universität Erlangen-Nürnberg 77
9 Universität Göttingen 76
10 Universität Köln 69
11 Universität Freiburg 68
12 Technische Universität Berlin 62
13 Universität Bochum 60
14 Universität Frankfurt 58
15 Universität Stuttgart 55
16 Universität Karlsruhe 54
17 Technische Universität Darmstadt 53
18 Universität Würzburg 52
19 Universität Münster 52
20 Universität Ulm 48

*aufgeführt sind die Hochschulen, an denen sich insgesamt 50 % aller Humboldt-Gastwissenschaftler aufhielten

Deutsche Hochschulen mit den meisten Humboldt-Gastwissenschaftlern* (Zeitraum 1997- bis 2001) gewichtet nach der Anzahl der C3- und C4-Professuren**

Rang gewichtet Gast-Universitäten 1997-2001 "Spitzenreiter" gewichtet Anzahl Gastwiss. Gastwiss. pro 100 Prof.
1 Technische Universität München 116 22,48
2 Universität Ulm 48 21,38
3 Universität Heidelberg 95 19,96
4 Universität Bayreuth 35 19,02
5 Universität Karlsruhe 54 18,88
6 Universität Stuttgart 55 18,58
7 Universität Konstanz 35 18,52
8 Universität Tübingen 78 18,14
9 Technische Universität Darmstadt 53 17,67
10 Freie Universität Berlin 112 16,92
11 Universität Göttingen 76 16,20
12 Universität Freiburg 68 16,19
13 Universität Bonn 82 15,13
14 Technische Universität Berlin 62 14,32
15 Universität Bochum 60 14,25
16 Universität Erlangen-Nürnberg 77 14,23
17 Universität München 115 14,21
18 Universität Bielefeld 43 13,67
19 Universität Kaiserslautern 20 13,51
20 Technische Universität Clausthal 12 13,33
21 Humboldt-Universität Berlin 85 13,16
22 Universität Würzburg 52 13,03
23 Universität Marburg 47 12,38

*aufgeführt sind die Hochschulen, an denen sich insgesamt 50 % aller Humboldt-Gastwissenschaftler aufhielten
**lt. Angaben des Statistischen Bundesamtes

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