Research Schools: Programm für Doktoranden
Strategische Planung auf zunächst sechs Jahre angelegt
Der internationale wissenschaftliche Nachwuchs soll sich stärker in Deutschland qualifizieren. Deshalb fördert die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) Ausländer im Masterstudium und Doktoranden. Ein Beispiel ist die International Research School for Computer Science am MPG-Institut für Informatik in Saarbrücken mit knapp zwanzig Stipendiaten, vor allem aus Südostasien.
Master-Studenten erhalten während der einjährigen Ausbildung 1.250 Mark (rund 625 Euro) im Monat, Doktoranden (zwei und mehr Jahre). Deutschkenntnisse sind keine Voraussetzung. Englisch ist die Normalsprache und kann im Zweifelsfalle über den in aller Welt üblichen TOEFL-Test nachgewiesen werden. Lehrveranstaltungen absolvieren die jungen Forscher im Fach Informatik der Saarbrücker Universität, an der auch die MPG-Professoren unterrichten und prüfen. Selbst Doktorarbeiten können in Englisch vorgelegt werden.
Bis Ende 2002 sollen mindestens 25 Research Schools etabliert sein, von den Lebenswissenschaften wie "Neural and Behavioural Sciences" (Tübingen) bis zur Astronomie (Bonn). Pflanzenzüchter in Köln arbeiten mit der dortigen Universität und Partnerinstituten in Szeged/Ungarn, Poznan/Polen und Gif-sur-Yvette/Frankreich zusammen.
Inzwischen gibt es auch schon ein kulturwissenschaftliches Projekt, "History and Transformation of Cultural and Political Values in Medieval and Modern Europe" in Göttingen. Die Research Schools sind auf zunächst sechs Jahre geplant.
| Hermann Horstkotte | 21.04.2002 |
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